Geschäftszeiten aufgrund der Corona-Ausgangsbeschränkungen

Wir wünschen uns, dass Sie und wir die Corona-Krise gesund überstehen. Aus diesem Grund wechselt sich das Team wöchentlich mit den Bürozeiten und Home-Office-Zeiten ab. Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass wir bis auf Weiteres unsere telefonische Erreichbarkeit nur von 9:00 Uhr - 12:00 Uhr aufrecht halten. Wenn Sie darüber hinaus dringend unsere Unterstützung benötigen, bitten wir Sie um eine Kontaktaufnahme per Mail - wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.  

Die Bundessteuerberaterkammer hat wichtige Informationen zu häufig gestellten Fragen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise verfasst, welche Sie in nachstehender pdf-Datei  einsehen können. Bei speziellen Fragen erreichen Sie uns telefonisch zu den oben genannten Zeiten und jederzeit per E-Mail.   

FAQ_Katalog_CORONA_KRISE.pdf


Weitere Informationen zu nachstehenden Artikeln finden Sie in unseren Mandantenrundschreiben "Blitzlicht" bzw. "Mandanteninformation" (für Mandanten auch zum Download unter "Mandanten Login" rechts unten.)  Haben Sie Fragen zu den Artikeln oder anderen Themen? Bitte sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne. 

Befristete Absenkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes zum 01. Juli 2020

BMF Schreiben zum 01.07.2020.pdf 

Bundesministerium der Finanzen 01.07.2020

Wichtige Neuigkeiten im Steuerrecht ab 2020!

Auch im Jahr 2020 ergeben sich wieder zahlreiche Änderungen von Rechengrößen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Nachstehend dazu ein kurzer Zahlencheck:

Der Grundfreibetrag steigt auf € 9.408 (2019: € 9.168); es bleibt mehr Einkommen steuerfrei. Der Kinderfreibetrag steigt auf € 7.812 (2019: € 7.620) pro Jahr und Elternpaar. Der Steueranteil für Neurentner steigt; es bleiben nur noch 20% der ersten vollen Jahresbruttorente steuerfrei (2019: 22%). Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt um 0,1 Punkte auf 2,4% (2019: 2,5%). Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf € 9,35/h (bisher: € 9,19/h). 

BdSt 12 2019 

10.12.2019

Einsatz von offenen Ladenkassen

Es besteht keine Verpflichtung zur Führung einer elektronischen Registrierkasse. Es ist auch zulässig, eine offene Ladenkasse zu führen. Bei dieser sind jedoch die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung mit hohem Aufwand verbunden. Auch bei der offenen Ladenkasse ist in der Regel die Aufzeichnung eines jeden einzelnen Handelsgeschäftes mit ausreichender Bezeichnung des Geschäftsvorfalls erforderlich. Beim Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen gegen Barzahlung gilt allerdings aus Zumutbarkeitsgründen bei offenen Ladenkassen die Einzelaufzeichnungspflicht nicht. Ist die Einzelaufzeichnung nicht zumutbar, müssen die Bareinnahmen anhand eines sog. Kassenberichts nachgewiesen werden. 

 Information der Oberfinanzdirektion Karlsruhe vom 22.02.2018

25.07.2018 

Aufzeichnungspflichten bei einer offenen Ladenkasse

Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs kann die Aufbewahrung von Tagessummen-Belegen mit Einzelaufzeichnung der Erlöse und Summenbildung in Fällen der Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse den formellen Anforderungen an die Aufzeichnungspflichten genügen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn weitere Ursprungsaufzeichnungen nicht angefallen sind. Der Bundesfinanzhof ist darüber hinaus der Ansicht, dass die Rechtsprechung, wonach in bestimmten Fällen Einzelaufzeichnungen der Erlöse nicht zumutbar sind und daher nicht geführt werden müssen, nicht auf Einzelhändler beschränkt ist. Vielmehr können sich auch sog. Kleindienstleister, wie z.B. Gastwirte, darauf berufen. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 12.07.2017, Aktenzeichen X B 16/17.   

08.11.2017

Höhere Obergrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter 

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird die Grenze von Euro 410 auf Euro 800 angehoben. Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige profitieren von dieser Änderung, denn ab dem Jahr 2018 können kleinere Güter direkt im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden und müssen nicht mehr über mehrere Jahre in der Buchhaltung mitgeschleppt werden. Der BdSt hatte sich seit langem für diese Anpassung stark gemacht. 

01.08.2017

Aufwendungen für Au-pairs

Aufwendungen für Au-pairs können teilweise als haushaltsnahe Dienstleistungen bei der Einkommensteuer berücksichtigt werden. Neben den Aufwendungen für die Kinderbetreuung in der Familie fallen auch Aufwendungen für leichte Hausarbeiten an, die im Einzelnen in der Rechnung oder im Au-pair-Vertrag aufzuführen sind. Wird der Umfang der einzelnen Leistungen nicht nachgewiesen, kann ein Anteil von 50 Prozent der Gesamtaufwendungen im Rahmen der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigt werden. Es ist hierbei insbesondere darauf zu achten, dass die Zahlungen auf ein Konto des Au-pairs erfolgt, denn Barzahlungen werden nicht anerkannt. Haushaltsnahe Dienstleistungen sind bis zu € 20.000 berücksichtigungsfähig. Die Steuerschuld reduziert sich um 20 Prozent der Aufwendungen, maximal € 4.000 im Jahr. Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 09.11.2016, Aktenzeichen IV C 8 - S 2296 - b/07/10003:008

25.04.2017

Bonuszahlungen einer Krankenkasse führen nicht zu Kürzungen des Sonderausgabenabzugs 

Im Falle einer Erstattung gesetzlicher Krankenkassen von im Rahmen eines Bonusprogramms vom Steuerzahler getragener Kosten für Gesundheitsmaßnahmen, stellt diese eine Leistung der Krankenkasse dar, die nicht zu einer Kürzung der als Sonderausgaben abzugsfähigen Krankenversicherungsbeiträge des Steuerzahlers führt. Für den Bundesfinanzhof stellen Bonuszahlungen einer Krankenkasse wegen gesundheitsbewussten Verhaltens keine Beitragsrückerstattung dar und führen daher nicht zu einer Minderung des Sonderausgabenzugs um die Bonuszahlungen. Auch wenn die Krankenkasse selbst von einer Beitragsrückerstattung ausgegangen ist und dies dem Finanzamt so mitteilte, gilt obige Beurteilung des Bundesfinanzhofs. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 01.06.2016, Aktenzeichen XR 17/15. 

29.11.2016


Wohnungsbauförderung

Der Bau neuer Mietwohnungen soll mit einer steuerlichen Sonderabschreibung gefördert werden. In den ersten 3 Jahren bekämen Bauherren eine Sonderabschreibung von insgesamt 35 Prozent. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde im Februar 2016 vom Bundeskabinett beschlossen. Allerdings gingen die Meinungen der Bauexperten über den Fördervorschlag auseinander. Viel Kritik erntete der Plan in einer Sachverständigenanhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages. Daher liegt das Projekt vorerst auf Eis.

08.06.2016


 Ladenkassengesetz

Der Gesetzgeber will gegen manipulierbare Ladenkassen vorgehen: Ab 2019 müssen elektronische Registrierkassen deshalb über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Zudem ist eine neue Prüfmöglichkeit für das Finanzamt - die Kassen-Nachschau - geplant. Damit sollen Steuerausfälle durch falsche, gelöschte und später veränderte Kassenaufzeichnungen vermieden werden.

Überblick: Kassenaufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar sein. Eine Einzelaufzeichnung ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt Pflicht. Allerdings können diese Aufzeichnungen z.B. durch Manipulationssoftware später gelöscht oder verändert werden. Vom Gesetzgeber sind deshalb folgende Maßnahmen geplant: 

  •  Elektronische Aufzeichnungen müssen durch elektronische Sicherheitseinrichtungen unveränderbar sein
  •  Einführung einer Kassen-Nachschau
  •  Verstöße werden sanktioniert, z.B. mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro  

08.06.2016


Gefährdung des Kindergeldanspruchs während eines Auslandsstudiums

Bei einem Auslandsstudium des volljährigen Kindes (in der Regel bis zum 25. Lebensjahr zuzüglich Wehr-oder Zivildienstzeit) in einem EU-Mitgliedstaat, einem EWR-Staat oder der Schweiz ist es für den Anspruch auf Kindergeld nicht maßgeblich, wie oft sich das Kind am inländischen Wohnsitz aufhält. Anders sieht es jedoch bei einem Studium ausserhalb dieser Länder aus. Einen inländischen Wohnsitz als Voraussetzung für den Kindergeldanspruch hat das Kind nur, wenn es sich in der ausbildungsfreien Zeit überwiegend an diesem Wohnsitz aufhält (i. d. R. Wohnsitz der Eltern). Dies ist meist bei mehrjährigen Auslandsaufenthalten problematisch. Denn nur übliche kurze, familiär begründete Heimatbesuche erfüllen nicht den Tatbestand eines inländischen Wohnsitzes. Urteil des BFH vom 25.09.2014, Az III R 10/14


Kinderbetreuungskosten: Kein Abzug bei Barzahlung

Vorraussetzung für den Abzug von Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben ist die Zahlung per Banküberweisung. Dies gilt auch dann, wenn die Kinderbetreuung im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses erfolgt. Urteil vom 18.12.2014, Az III R 63/13


Mindestlohn bei Minijobs

Der ab dem 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde betrifft auch Minijobs. Daher sollten Arbeitgeber unbedingt prüfen, ob durch die Anpassung des Stundenlohns die Überschreitung der 450,00 Euro-Grenze droht. Damit wird das Beschäftigungsverhältnis automatisch sozialversicherungspflichtig und anstelle der 2 Prozent Pauschalsteuer erfolgt die Besteuerung nach dem individuellen Einkommensteuertarif des Arbeitnehmers. Soll das Minijobverhältnis hingegen weiter  gewahrt werden, muss die vertraglich vereinbarte monatliche Stundenanzahl angepasst werden. Konkret bedeutet dies eine maximale Arbeitszeit von knapp 53 Stunden bei Zahlung des Mindestlohns.


Zuwendungen an Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen

Gibt der Arbeitgeber bei Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern oder Jubiläen pro Arbeitnehmer mehr als 110 € aus, sollen diese Aufwendungen nach Ansicht der Finanzverwaltung unüblich und daher insgesamt Arbeitslohn für den Arbeitnehmer sein. Der VI. Senat wird in mehreren Verfahren (VI R 79/10, VI R 93 bis 96/10 und VI R 7/11) zu entscheiden haben, ob diese Freigrenze im Hinblick auf die allgemeine Preissteigerung noch angemessen ist. Zudem ist die Frage relevant, ob für die Berechnung des Überschreitens der Freigrenze auf die eingeladenen, die angemeldeten oder die tatsächlich teilnehmenden Arbeitnehmer abzustellen ist.


Gewerbesteuer - Vorläufigkeitsvermerk erteilt

Das Finanzamt Hamburg hat Zweifel, ob die Streichung der Abziehbarkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ab dem Veranlagungsjahr 2008 verfassungsgemäß ist, und legte dies in seinem Urteil vom 29.Februar 2012, Az.:1 K 48/12 dar. In Anbetracht des beim Bundesfinanzhof anhängigen Verfahrens (Aktenzeichen I R 21/12) wurde nunmehr ein Vorläufigkeitsvermerk zur Frage der Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe erteilt.  Das heißt, der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuerbescheid bleibt in diesem Punkt automatisch offen und kann nach einer endgültigen steuerzahlerfreundlichen Rechtsprechung problemlos korrigiert werden. Wenn der Vorläufigkeitsvermerk auf dem Steuerbescheid enthalten ist, ist ein Einspruch wegen dieser Frage nicht mehr zulässig, aber auch nicht mehr notwendig.


Kein Vertrauensschutz bei einem nicht ordnungsgemäßen Fahrtenbuch

Die Führung von Fahrtenbüchern führt immer wieder zu Problemen mit der Finanzverwaltung. Ein Fahrtenbuch wird nur als solches anerkannt, wenn es zeitnah und in geschlossener Form geführt wird. Es ist müßig, ein Fahrtenbuch in Form einer Lose-Blatt-Sammlung oder in Form einer Excel-Datei zu führen. Die Finanzverwaltung akzeptiert dies nicht und das oberste deutsche Steuergericht hat dies bereits mehrfach abgelehnt.
[Blitzlicht Ausgabe Juni 2012] 


Elektronische Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen verfassungsgemäß

Die elektronische Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen ist nicht verfassungswidrig. Da bereits heute mehr als 85 % aller Unternehmen über einen Internetanschluss verfügen, liegen unbillige Härten, die eine Abgabe auf Papier möglich machen würden, in der Regel nicht vor. Dies gilt insbesondere dann, wenn Unternehmen hohe Gewinne erzielen.
[Blitzlicht Ausgabe Juni 2012] 


Übertragung des Betreuungsfreibetrags für Alleinerziehende

Der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) steht den Eltern des Kindes neben dem Kinderfreibetrag grundsätzlich gemeinsam zu. Bei getrennt lebenden Eltern kann der Elternteil die Berücksichtigung des vollen Freibetrags beantragen, in dessen Haushalt das Kind gemeldet ist.
[Blitzlicht Ausgabe Juni 2012] 


Berechtigte Vergütungserwartung bei Mehrarbeit und Durchschnittsverdienst

Wenn Arbeitnehmer kein herausgeho-benes Entgelt beziehen, können Klauseln, wonach sie bei betrieblichem Erfordernis ohne besondere Vergütung zur Mehrarbeit verpflichtet sind, unwirksam sein – mit der Folge, dass ihnen Vergütung für die geleisteten Überstunden zusteht. Dies belegt ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts.
[Blitzlicht Ausgabe Juni 2012] 


Steuerliche Anerkennung von Umzugskosten

Bei einem beruflich veranlassten Wohnungswechsel können die tatsächlichen Umzugskosten bis zur Höhe der nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG) abziehbaren Beträge als Werbungskosten geltend gemacht werden. Werden die Höchstbeträge nach dem BUKG geltend gemacht, prüft das Finanzamt nicht, ob die Umzugskosten Werbungskosten sind.
[Blitzlicht Ausgabe Juni 2012] 


Der ab dem 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde betrifft auch Minijobs. Daher sollten Arbeitgeber unbedingt prüfen, ob durch die Anpassung des Stundenlohns die Überschreitung der 450,00 Euro Grenze droht. Damit wird das Beschäftigungsverhältnis automatisch sozialversicherungspflichtig und ansteller der 2 Prozent Pauschalsteuer erfolgt die Besteuerung nach dem individuellen Einkommensteuer tarif des Arbeitnehmers. Soll das Minijobsverhältnis hingegen weiter gewahrt werden, muss die vertraglich vereinbarte monatliche Stundenanzahl angepasst werden. Konkret bedeutet dies eine maximale Arbeitszeit von knapp 53 Stunden bei Zahlung des Mindestlohns.

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